Ginka Steinwachs

Diese Dichterin verzaubert die Welt durch Sprache. Sie ist eine «Alpha-Bettlerin am Buch-Stab» und wenn sie diesen virtuos durch die Lüfte wirbelt, verwandelt sich die graue Realität in ein farbenprächtiges Märchenreich.
Da werden wir alle wieder Kinder und lauschen in ihr letztes «Hörstück für die Ohrmuschel»:
Alice, zehn Jahre alt, liegt im Bett, es ist ein Alphabett. Da kracht ein großes B ihr auf den Bauch. Alice ruft: «Au, wer bist du überhaupt?» «Ich bin das große B und will ganz nach vorn auf Platz 1 im ABC.»

«Der Mund ist aufgegangen» heißt eine Sammlung ihrer Kunststücke. Eingesperrt zwischen zwei Buchdeckel entfalten diese Lust- und Lautspiele nicht jene faszinierende Wirkung, die sich bei Ginka Steinwachs Lesungen, pardon, «Leszungen» einstellt. Oder aber, die ideale Form für die «(T)raumpflegerin der deutschen Sprache», im Hörspiel.

www.ginkasteinwachs.de


Ginka Steinwachs, geboren 1942 in Göttingen.

Studium der Philosophie, Komparatistik und Religionswissenschaft in München, Berlin und Paris, wo sie Schülerin von Roland Barthes war. Promotion 1970 mit einer Arbeit über André Breton und die Mythologie des Surrealismus.

Ihr erster Roman «marylinparis» erschien 1978. Weitere Werke u.a. «George Sand» (1980), «Der schwimmende Österreicher» (1985),
«G-L-Ü-C-K. rosa prosa. Originalfälschung» (1992) und zuletzt «stein, wachs!» (2005).
Mehrere Theaterstücke, von denen «Tränende Herzen» 1980 für die ARD verfilmt wurde.

Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb sowie Hubert-Fichte-Preis der Stadt Hamburg.

Ginka Steinwachs lebt in Berlin und auf Mallorca.