Elke Schuch

Ihr Kurzfilm «Die rote Jacke» hat international Karriere
gemacht, wurde schließlich für den Oscar nominiert, doch
die Drehbuchautorin Elke Schuch spricht mit mindestens
gleicher Begeisterung von der Kultserie «Großstadtrevier»,
für die sie bereits drei Folgen geschrieben hat (weitere
sollen folgen). Gemeinsam mit Marc Blöbaum hat sie den
Casstorff-Tatort «Verlorene Töchter» entwickelt, im Mittelpunkt
eine gewalttätige Mädchenbande.

Elke Schuchs besonderes Interesse gilt Kammerspielen und psychologischen Stoffen, bei denen Familienkonflikte im Vordergrund stehen. In «Der Bruder» setzt ein 17-jähriges Mädchen, im Heim aufgewachsen, alles daran, ihren verschollenen Bruder ausfindig zu machen. Er lebt als Schäfer auf dem Land, ein aggressiver Einsiedler, den die Leute für «nicht ganz dicht» halten. Natascha gelingt es, Zugang zu ihm zu finden, und entdeckt ein grausiges Geheimnis: eine Leiche im Gefrierschrank. Ein psychologisches Horrorstück mit überraschendem Ausgang, das Hitchcock nicht besser hätte erfinden können.


Elke Schuch, 1974 geboren in
Hanau. Studium der Film- und
Medienwissenschaften in
Erlangen, daneben arbeitete
sie als Filmvorführerin und
Programmgestalterin im
kommunalen Kino.

Ihr Kurzfilm «Funken und Asche» wurde mit dem Drehbuchförderpreis der JFF und dem Bayerischen Jugendfilmpreis ausgezeichnet. 2000–2002 absolvierte sie das Filmstudium (Drehbuch) an der
Universität Hamburg. Ihr Diplomfilm «Die rote Jacke» gewann u.a. den Studio
Hamburg Nachwuchspreis, den Pro Sieben Nachwuchspreis, Festivalpreise u. a. in Moskau und Sydney sowie den Studenten-Oscar 2003 und war im Jahr darauf nominiert bei den Academy Awards in Los Angeles.

Mit Marc Blöbaum bildet sie ein
Autorenteam: Stoffe werden
sowohl gemeinsam als auch
unabhängig voneinander entwickelt.

Elke Schuch lebt in Hamburg.