© Joachim Gern

Tom Tykwer

Er kommt vom Kino, nicht von der Filmhochschule.
Mit «Lola rennt» gelang ihm ein Geniestreich: vom dramaturgischen Konzept ein Experimentalfilm, in der Realisierung ein cineastisches Feuerwerk, im Kino international ein Publikumshit.

Tykwers innovativer Beitrag zum modernen Weltkino nutzt virtuos alle Zaubertricks des Mediums. So spielerisch er die formalen Mittel auch einsetzt, ist doch nichts der Willkür überlassen: Tykwer ist ein Stilist mit analytischem Verstand und visueller Gestaltungskraft.

Dabei geht er ganz unprätentiös an die Arbeit. Vor Drehbeginn schrieb er dem Team von «Lola rennt» einen Brief: Filmemachen sei oft ein Hindernislauf. «Aber manchmal kommen dabei Filme raus, die trotzen den angeblichen Gesetzen des Erzählens und des Marktes und des Geldes, und die sind trotzdem: mitreißend und klug, emotional und intelligent.»

www.tomtykwer.de


Tom Tykwer, 1965 geboren in Wuppertal.

Ab 1978 Mitarbeit in Programmkinos, 1988–95 Leiter des Moviemento Kinos in Berlin.

Seine ersten Kurzfilme liefen auf den Hofer Filmtagen 1990 und der Berlinale 1992, bereits sein erster Spielfilm «Die tödliche Maria» wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

1994 gründete er die Produktionsfirma X Filme Creative Pool gemeinsam mit Wolfgang Becker, Dani Levy und Stefan Arndt.

Dreimal erhält er den Deutschen Filmpreis: für «Winterschläfer», «Lola rennt» und «Der Krieger und die Kaiserin».
Tykwer schreibt auch die Musik zu seinen Filmen und bekam für den Soundtrack zu «Lola rennt» eine Goldene Schallplatte. Seine Gespräche mit Michael Ballhaus, 2002 erschienen unter dem Titel «Das fliegende Auge», werden zum Filmbuch des Jahres gewählt.

Tom Tykwer lebt in New York und Berlin.