Lienhard Wawrzyn
«A neatly turned script, engaging performances and smooth direction.» Das US-Fachblatt «Variety» war von Lienhard Wawrzyns Kinofilm «Der Blaue» begeistert.Der Geschichte eines Stasi-Spitzels lag ein authentischer Fall zugrunde; den Stoff hatte Wawrzyn selbst gefunden und recherchiert.
Kaum ein Autor verfügt über eine solche Bandbreite: Wawrzyn hat Dokumentar- und Kinderfilme gedreht, sich mit der Literatur der Romantik beschäftigt und Serienpräsentationen für Grundy-Ufa entwickelt, über Walter Benjamins Kunsttheorie promoviert und – zusammen mit Hans-Henning Borgelt, als Autorenteam «Meldemann und Cox» – die Kultserie «OP ruft Dr. Bruckner» konzipiert und geschrieben.
Wen wundert’s da noch, dass er auch seinen Beitrag zum Herzstück des deutschen Fernsehalltags geliefert hat:
Einige legendäre «Tatorte» stammen vom Drehbuchautor Lienhard Wawrzyn.
Lienhard Wawrzyn, 1941 geboren in Berlin.
Studium der Philosophie, Germanistik und Psychologie, Promotion, Lehraufträge an der TU Berlin, der Hochschule der Künste und der Universität Bremen.
1978–1981 Studium an der DFFB.
Buchveröffentlichungen u.a.:
«Walter Benjamins Kunsttheorie» (1973),
«Der Automatenmensch»
(Wagenbach, 1976),
«Der Blaue» (Wagenbach, 1990).
Für seinen Dokumentarfilm «Menschen wie aus Glas» erhielt er den Internationalen Kritikerpreis FIPRESCI sowie den Bundesfilmpreis; der Spielfilm «Der Blaue» lief als deutscher Wettbewerbsbeitrag bei der Berlinale 1994.
Gründungs- und Vorstands-mitglied des Verbands Deutscher Drehbuchautoren VDD.
Lienhard Wawrzyn lebt in Berlin.