Elisabeth Herrmann
Anwalt Joachim Vernau scheint alles im Leben erreicht zu haben: Er wird in die wohlhabende Familie der von Zernikows einheiraten und damit Partner in einer alteingesessenen Kanzlei. Doch aus dem Landwehrkanal wird eine Leiche geborgen: eine alte Ukrainerin, die kurz zuvor der alte Zernikow vor die Tür gesetzt hatte. Vernau stellt unbequeme Fragen und gerät in einen Strudel aus dunklen Familiengeheimnissen.«Das Kindermädchen», nach eigenem Drehbuch für das ZDF verfilmt (mit Jan Josef Liefers als Joachim Vernau), vereint alle Qualitäten, die die Kritik an Elisabeth Herrmann schätzt: einen profilierten Helden, einen gesellschaftspolitischen Plot, den Blick auf die unbekannten Seiten unseres Landes. Ihre Geschichten sind nicht bloß gut und spannend konstruiert, sondern haben menschlichen Tiefgang und Substanz: Elisabeth Herrmann greift – sorgfältig recherchiert – stets Themen aus der verdrängten deutsch-deutschen Vergangenheit auf.
Weitere Filme, Adaptionen eigener Romane wie Originalstoffe, werden folgen.
Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg/Lahn, arbeitete nach einer abgebrochenen Lehre als Betonbauerin und Maurerin, ehe sie auf dem Abendgymnasium ihr Abitur nachholte und ein Studium absolvierte.
Heute arbeitet sie als Fernsehjournalistin und freie Autorin.
Ihr erster Roman «Mondspaziergänge» erschien 1998. Auf «Das Kindermädchen», ausgezeichnet als bester deutschsprachiger Krimi des Jahres 2005, folgten zwei weitere Romane mit dem Anwalt Joachim Vernau: «Die siebte Stunde» (2007), «Die letzte Instanz» (2009). Palermo im 13. Jahrhundert ist der Schauplatz von «Konstanze» (2009, 2. Band 2011), Mit «Lilienblut» (2010) legte sie einen Jugendkrimi vor. In «Zeugin der Toten« (2011) etablierte sie als neue, ungewöhnliche Serienheldin: eine Tatort-Reinigerin.