Lothar Kurzawa

«Auch im Leben weißer heterosexueller Männer um die 40
gibt es Momente, in denen sich die Frage nach dem Warum
und Wozu massiv in den Vordergrund stellt.» Zum Beispiel
für Hopper, Gebrauchtwagen-Verkäufer, ein großer Stratege
und Philosoph – leider läuft trotzdem alles schief. Oder
für Karl Weiß, Bankangestellter, der einfach zu korrekt ist
und deshalb seinen Arbeitsplatz verliert. Sie leben in einer
Reihenhaus-Siedlung oder in der Kleingarten-Kolonie, sie
träumen nur davon, Helden zu sein. Doch plötzlich kommt
ihre große Chance, und sei es in Gestalt zweier Müllsäcke
voll mit falschen Dollarnoten. Und weil sie Männer sind,
ergreifen sie die Chance und lassen sich auf das Abenteuer
ein.

Die Geschichten von Lothar Kurzawa sind moderne Märchen: Maulhelden aus der Eckkneipe, deren Träume wahrwerden. Und die plötzlich erkennen: Leben kann lebensgefährlich sein.


Lothar Kurzawa, 1952 geboren in Holzhausen. Studium der Philosophie und Kunstgeschichte, Promotion über Hegel: «Zeichen, Körper, Schrift».

Übersetzung verschiedener Bücher, u. a. von Jean F. Lyotard, Jean Baudrillard und Jean-Luc Godard; Filmkritiken u.a. für den Hörfunk und die «taz».

1984 gründete er mit Volker Einrauch die Produktionsfirma Josefine Film, zu der
einige Jahre später Hermine Huntgeburth stieß. Für sein Drehbuch «Nie mehr zweite
Liga» wurde er für den Deutschen Fernsehpreis 2000 nominiert.

Lothar Kurzawa lebt in Hamburg.