Helke Sander

«Der subjektive Faktor»: Helke Sander hat auch in Zeiten,
wo Ideologie alles Handeln bestimmte, stets das nur
scheinbar Private als eigentliche Produktivkraft gezeigt und
sich nie mit der «allseitig reduzierten Persönlichkeit» abgefunden. Die Filmografie zeigt ihren innovativen und experimentellen Ansatz.

Helke Sander hat diverse internationale Festivalpreise und
den Deutschen Filmpreis erhalten, doch alle ihre Werke
sind den Verhältnissen abgetrotzt: unter den gegebenen
Bedingungen eigentlich nicht machbar, thematisch wie
ästhetisch ein Wagnis. Mut zur Utopie, in der Gesellschaft
abhanden gekommen, besitzt sie noch immer. Titel einer
TV-Dokumentation über Helke Sander: «Mit den Füßen
auf der Erde, mit dem Kopf in den Wolken».

www.helke-sander.de


Helke Sander, 1937 geboren
in Berlin.

Schauspielschule in Hamburg, Studium in Helsinki, Theater- und Fernsehinszenierungen in Finnland.

1966– 69 Studium an der DFFB.

1974 Gründerin und bis 1982 Herausgeberin der Zeitschrift «Frauen und Film». Publikationen u.a. «Frauen in der Kunst» (Mitherausgeberin), «Gewaltakte, Männer-phantasien und Krieg» (mit Roger Willemsen).

Buchveröffentlichungen: «Die Geschichten der drei Damen K.» (1987), «Oh Lucy» (1991). 2009 erschien im Schüren Verlag ihr gemeinsam mit Iris Gusner verfasstes Buch «Fantasie und Arbeit. Biografische Zweisprache».

1981–2001 Professorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, 1989 Mitbegründerin und Direktorin des Bremer Instituts Film/Fernsehen.

Helke Sander lebt in Kortenbeck (Sachsen-Anhalt).