Astrid Ströher

Es ist eine Geschichte, die aufschrecken lässt, gerade weil sie im alltäglichen Freundeskreis passiert und kein durchgeknallter Psychopath hier sein Unwesen treibt. Johannas beste Freundin hatte eingeladen, es war eine nette, nicht besonders aufregende Geburttagsfeier. Am Morgen danach erwacht Johanna in einem Park am Elbufer, malträtiert und lädiert, ohne einen Funken Erinnerung an das Vorgefallende. Sie geht zur Polizei, sie geht zum Arzt, und schnell ist klar: Johanna wurde vergewaltigt, nachdem man ihr k.o.-Tropfen eingeflößt hat. Es kann nur einer der Partygäste gewesen sein – «einer von uns».

Astrid Ströher hat mit «Es war einer von uns» einen Psycho-Thriller geschrieben, der diesen Namen wirklich verdient. Johanna leidet unter Panikattacken und Alpträumen, sie ist mit ihrer Angst allein: Niemand kann ihr helfen, weder die Polizei noch ein engagierter Privatdetektiv. Sie muss wissen, was in jener Nacht passiert ist. Über ihre Nachforschungen gehen sämtliche Freundschaften in die Brüche. Johanna kann niemandem mehr vertrauen. Das Sicherheitsgefühl, das soziale Netz, ihr ganzes Leben ist aus den Fugen geraten. Und sie zerstört auch das Leben der Freunde, die einer solchen Tat verdächtigt werden.

Eindrucksvoll inszeniert von Kai Wessel, mit Maria Simon als Johanna und andere prominenten Darstellern hervorragend besetzt, erlebte «Es war einer von uns» seine Uraufführung auf dem Hamburger Filmfest. Es war nicht das erste Mal, dass ein Film dieser Autorin hier seine Premiere feierte, und man wird weiter von diesem außerordentlichen Fernsehfilm hören: Astrid Ströher ist für ihr Drehbuch zu «Es war einer von uns» für den Norddeutschen Filmpreis nominiert.


Astrid Ströher, geboren 1971, studierte in Düsseldorf Malerei an der Kunstakademie und macht dort ihren Abschluss als Meisterschülerin.

Anschließend machte sie ihr Diplom mit Auszeichnung in dem Aufbaustudium Film/Drehbuch in Hamburg.

Am Anfang ihrer Karriere stand der New Talents Award, Drehbücher für Kinderfilme und Fernsehserien. Heute lässt sich Astrid Ströher nicht auf ein Genre festlegen; in ihrer Filmographie findet man romantische Komödien, Beiträge für renommierte Fernsehserien, wie «Stubbe», und Einzelfernsehfilme.

Astrid Ströher lebt in Hamburg.