Eckhard Theophil
Hammer-Gerd (Detlev Buck) sitzt wieder ein, Maren weiß, wie er die Zeit sinnvoll rumkriegt: Abitur nachholen. Die Schlusspointe von «Männerpension» stammt aus dem realen Leben: Eckhard Theophil hat in Santa Fu Realschulabschluss und Fachhochschulreife gemacht, aus dem Knacki wurde ein Kriminologe und später, nach dem Aufbaustudium, ein Filmautor, dessen Geschichten unverfälscht authentisch und doch kein kruder Milieurealismus sind: Romanzen mit ganz eigenem Charme.Mögen andere Beziehungskomödien in WGs und Lofts Luxusdepressionen und Mittelstandsprobleme schildern, bei Theophil findet der Überlebenskampf nicht in Büros statt, sondern in Kneipen, auf der Straße, im Knast. Unter all den Flachmännern, Schmierlappen, Eierdieben und Hartgeldluden gibt es echte Helden. Von ihnen weiß Theophil die tollsten Geschichten zu erzählen.
Eckhard Theophil, 1944 geboren in Königsberg.
Kellnerlehre, Jugendgefängnis, Jobs auf St. Pauli, acht Jahre Gefängnis wegen schweren Raubes.
1974 wirkt er an Ottokar Runzes preisgekröntem Film «Im Namen des Volkes» mit, einem Rollenspiel und gruppentherapeutischen Experiment.
Nach der Entlassung Studium der Sozialpädagogik, 15 Jahre Sozialarbeiter; seine Arbeit dokumentiert Gisela Tuchtenhagen in ihrem fünfteiligen Fernsehfilm «Heimkinder», 1987 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.
Nach dem Diplom als Kriminologe 1992–94 Aufbaustudium Film an der Universität Hamburg, anschließend Drehbuchautor. Sein Buch zu «Der Boxer und die Friseuse» wurde in der Kategorie Bestes Drehbuch zum Deutschen Fernsehpreis 2005 nominiert.
Eckhard Theophil lebt in Schwabstedt an der Treene.