Daniel Kehlmann hat «Ruhm» einen Roman in Geschichten genannt. Sie sind nur scheinbar voneinander abgegrenzt, tatsächlich aber miteinander verwobenen, in sich schlüssig verknüpft. Wie ließ sich diese Struktur auf den Film übertragen?
Isabel Kleefeld: «Der Roman lebt von seinem subtilen Humor, ist fantastisch strukturiert, hat eine außergewöhnlich originelle Handlung, ist sehr präzise in der Sprache und bildhaft geschrieben. Alle Geschichten und Figuren bedingen sich, beeinflussen sich gegenseitig und können ohne die andere Geschichte, den anderen gar nicht sein. Seite um Seite erschließen sich einem die raffinierten Zusammenhänge der Geschichten. Der Roman ist gespickt mit Techniken des filmischen Erzählens, die Art wie Bezüge hergestellt werden, die Methode der Auslassung. Außerdem wird sehr komprimiert erzählt. Das Drehbuch hat einfach ein wenig mehr verwoben, komprimiert und aufeinander
Isabel Kleefeld: «Der Roman lebt von seinem subtilen Humor, ist fantastisch strukturiert, hat eine außergewöhnlich originelle Handlung, ist sehr präzise in der Sprache und bildhaft geschrieben. Alle Geschichten und Figuren bedingen sich, beeinflussen sich gegenseitig und können ohne die andere Geschichte, den anderen gar nicht sein. Seite um Seite erschließen sich einem die raffinierten Zusammenhänge der Geschichten. Der Roman ist gespickt mit Techniken des filmischen Erzählens, die Art wie Bezüge hergestellt werden, die Methode der Auslassung. Außerdem wird sehr komprimiert erzählt. Das Drehbuch hat einfach ein wenig mehr verwoben, komprimiert und aufeinander
bezogen. Auch weil man im Kino nicht gut zurückblättern oder den Film mal kurz zur Seite legen kann.»
Es ist ein Spiel um Wirklichkeiten und Scheinwirklichkeiten. Alle Figuren haben plötzlich die Chance, ein anderes Leben zu führen. Wir begegnen ihnen in einer Umbruchphase, jeder von ihnen wird kurz- oder mittelfristig aus der Bahn geworfen. «Sie stehen unter dem Erfolgsdruck des Lebens und dabei wird man halt manchmal vom Leben überrollt», erklärt die Regisseurin. Manchmal ist dies sehr dramatisch, ein andermal absurd komisch. Kleefeld faszinierten die unterschiedlichen Schicksale, in denen etwas «von der tiefgreifenden Sehnsucht in uns allen» sichtbar wird. «Damit meine ich nicht so sehr die Sehnsucht nach Ruhm, sondern die Sehnsucht nach einem gelungenen Leben.»
Es ist ein Spiel um Wirklichkeiten und Scheinwirklichkeiten. Alle Figuren haben plötzlich die Chance, ein anderes Leben zu führen. Wir begegnen ihnen in einer Umbruchphase, jeder von ihnen wird kurz- oder mittelfristig aus der Bahn geworfen. «Sie stehen unter dem Erfolgsdruck des Lebens und dabei wird man halt manchmal vom Leben überrollt», erklärt die Regisseurin. Manchmal ist dies sehr dramatisch, ein andermal absurd komisch. Kleefeld faszinierten die unterschiedlichen Schicksale, in denen etwas «von der tiefgreifenden Sehnsucht in uns allen» sichtbar wird. «Damit meine ich nicht so sehr die Sehnsucht nach Ruhm, sondern die Sehnsucht nach einem gelungenen Leben.»